Bezeichnung für Staaten, in denen fremde Schiffe registriert werden, damit Abgaben und Steuern gespart werden können. Auch manche Auflagen können auf diese Weise vermieden werden. Die grössten Billigflaggen sind Panama, Bahamas, Liberia, Zypern u. a.
Blanker Hans
Die Nordsee bei Sturm.
Blinder Passagier
Reisender auf einem Schiff, der ohne Genehmigung und Bezahlung an Bord kam. Wie man ihn los wird, bereitete immer Kopfzerbrechen.
Blaues Band
Das "Blaue Band" erhielt jeweils das Schiff, welches den Atlantik zwischen Falmouth und New York (2.950 Seemilen) am schnellsten überquerte. Diese Trophäe wurde 1897 gestiftet. Im letzen Jahr der Vergabe des "Blauen Bandes" (1952) war es die United States, die 3 Tage, 10 Stunden und 40 Minuten benötigte.
Blauer Peter
Flagge am Mast, signalisiert, das das Schiff innerhalb von 24 Stunden ausläuft. Sie soll die Crew zur Rückkehr veranlassen.
Boje
Schwimmendes Seezeichen, kann auch verankert sein. Es ist ein Wegweiser und zeigt Hindernisse an.
Bootsdeck
Das Deck (Stockwerk) des Schiffes, auf dem sich die Rettungsboote befinden.
Bootsstationen
Warteplätze bei den Rettungsbooten für Notfälle.
Bordmarke
Die Bordmarke versehen mit der Manifestnummer trägt der Passagier beim Verlassen des Schiffes bei sich. Nach Rückkehr an Bord wird die Bordmarke wieder an die Tafel gehängt. So ist die Abwesenheit des Passagiers schnell ersichtlich. Auch die Crew hat Bordmarken. Dieses klassische System wurde nun durch Chipkarten mit Strichcodes abgelöst.
Brise
Man spricht von einer Brise, wenn ein Wind zwar deutlich spürbar, aber noch nicht unangenehm ist.
BRT
BRT ist die Abkürzung für Bruttoregistertonnen. Sie ist ein Raummaß. Eine BRT entspricht 2.813 m³. Mit der BRT wird die Grösse des Schiffes ausschliesslich der Schiffswände gekennzeichnet.
Brücke
Die Brücke ist die Kommandozentrale des Schiffes. Sie liegt meistens auf dem obersten Deck. Auf der Brücke befinden sich die Instrumente der Schiffsführung und -steuerung.
Brückennock
Ist der seitlich überragende Teil der Brücke mit besonders guten Aussichtsmöglich- keiten.
Brückenoffiziere
Besatzung für die Navigation und Steuerung.
BRZ
Die BRZ ist die Abkürzung für die Bruttoraumzahl bzw. Bruttoraumzone. Sie ist ebenfalls ein Raummaß für die Schiffe. Die BRZ wurde 1982 eingeführt und soll die BRT ersetzen. Im Gegensatz zur BRT umfasst sie die Grösse des Schiffes in m³ ab Aussenhaut einschliesslich der Schiffswände.
Bug
Der Bug bezeichnet den vorderen Teil eines Schiffes.
Bugstrahlruder
Eine Einrichtung, die es ermöglicht, das Schiff in seitlicher Richtung zu bewegen. Benötigt wird sie bei der Annäherung bzw. beim Verlassen. des Piers.
Bullauge
Rundes Kabinenfenster, welches in den unteren Kabinen nicht zu öffnen geht.
Bunker
Treibstofflager
Bunkern
Die Übernahme von Kraftstoff auf das Schiff. Unter "bunkern" versteht man heute auch die Aufnahme von Wasser und Proviant.
C
Captain's Dinner
Ein besonders festliches Abendessen in den Restaurants des Schiffes, unter der "Schirmherrschaft" des Kapitäns.
Catering
Die Versorgung von Passagierschiffen mit Speisen und Getränken. Die Cateringfirmen betreiben den Materialeinkauf, die Küche und stellen das Personal.
Charter
Als Chartern wird das Mieten eines Schiffes bezeichnet.
Chefingenieur
Ranghöchster Techniker. Ihm untersteht die gesamte Schiffstechnik sowie die Signal- und Datenspeicherung.
Chief
siehe Chefingenieur
Crew
Die Besatzung des Schiffes.
Cruise
Englische Bezeichnung für Kreuzfahrt.
Cruise Director
siehe Kreuzfahrtendirektor
D
Dampfer
Älterer Begriff für Schiffe, die mit Maschinen (anstatt mit Windkraft) angetrieben werden.
Davits
Als Davits werden die kleinen Kräne bezeichnet, welche die Rettungsboote bei Bedarf ausschwenken.
Deck
Als Deck werden die Etagen oder Stockwerke eines Schiffes bezeichnet. Nummeriert werden sie von unten nach oben. Jedes Deck hat auch seine Namensbezeichnung, z. B. Prommenadendeck, Bootsdeck, Brückendeck, usw.
Depature
Abfahrt eines Schiffes.
Destination
Der Bestimmungsort oder Zielort eines Schiffes.
Dippen
Ein maritimer Gruss durch Niederholen und Wiederaufziehen der Nationalflagge.
Dock
Anlegestelle, Pier, Kai
Doppelbettkabinen
Es befinden sich zwei Betten übereinander.
Doppelpropeller
Die meisten Passagierschiffe werden mit zwei Propellern angetrieben. Sie geben dem Schiff mehr Betriebssicherheit und mehr Fahrtruhe durch geringere Vibrationen.
Drift
Winderzeugte Strömung an der Meeresoberfläche. Unkontrolliertes Treiben eines Schiffes oder Eisberges auf dem Wasser.
Duckdalben
Auch nur "Dalben" genannt. Pfähle am Kai, an denen Schiffe festgemacht werden.
Dünung
Wellen, die als Vorboten oder Nachläufer von Stürmen. Sie können bis zu 10 Metern Höhe erreichen, werden jedoch flach beim Eintritt in niedrigere Gewässer. Bis dahin können sie sich 1.000 km oder mehr auf der Oberfläche bewegen.
Dwars
Dwar ist ein Kurs, bei dem mehrere Schiffe mit gleichem Abstand und in gleicher Höhe nebeneinander fahren.
E
Ebbe
Gezeiten mit tiefem Wasserstand.
Echolot
Eine Schiffseinrichtung, die die Meerestiefe anzeigt. Das Ergebnis zeichnet der Echograf auf. Das moderne Echolot gibt während der Fahrt Auskunft über Beschaffenheit sowie Höhen und Tiefen des Meeresbodens.
Eigner
Der Eigentümer des Schiffes. In vielen Fällen ist der Eigentümer auch der Reeder, der das Schiff nautisch betreut.
Einschiffen
An Bord eines Schiffes gehen.
Eis
Eisbildungen unter der Meeresoberfläche bedeuten eine grosse Gefahr für die Schifffahrt. Spezielle Eiskarten geben der Schiffahrt Auskunft über die Eislage. Da die Eislage sich schnell verändern kann, hält sich die Genauigkeit der Eiskarten in Grenzen. Moderne Technik hat diese Karten ersetzt.
Eisbrecher
Spezialschiffe mit der Aufgabe, zugefrorene Gewässer für die Schifffahrt frei zu machen und frei zu halten. Russland und Kanada besitzen die meisten Eisbrecher, die auf den Nordmeeren bzw. dem Polargebiet eingesetzt werden. Eisbrecher werden auch für Kreuzfahrtpassagiere angeboten. Die Einteilung der Eisbrecher erfolgt in verschiedenen Eisklassen.
Eisklasse
Schiffe, die in den Eisregionen eingesetzt werden, bekommen eine Verstärkung des Rumpfes und einen stärkeren Antrieb. Aufgrund dieser Vorrichtungen werden die Schiffe in verschiedene Eisklassen eingeteilt.
Entern
Die gewaltsame Übernahme eines Schiffes im Krieg oder durch Piraten. Entern heisst auch den Mast besteigen.
Etmal
Die Strecke, die ein Schiff von Mittag bis nächsten Mittag befährt. Das Etmal wird in Seemeilen angegeben. Auf manchen Kreuzfahrtschiffen bildet das Raten des Etmals ein beliebtes Spiel.
F
Faden
Längenmass der Nautik (1 Faden = 1,82 m).
Fahrwasser
Streifen vor der Küste, durch Bojen gekennzeichnet, der auch bei geringer Wasserführung die erforderliche Wassertiefe aufweist. Fährt das Schiff in Richtung Festland, sind die Zeichen auf der Steuerbordseite rot, auf der Backbordseite grün. Schiffe, die sich im Fahrwasser befinden, haben Vorfahrt genüber Schiffen, die sich seitlich nähern.
Fakultativ
In der Touristik werden Leistungen (z. B. Ausflüge), die nicht im Pauschalpreis enthalten sind, so bezeichnet. Fakultative Leistungen müssen also immer extra bezahlt werden und sind freigestellt.
Fallreep
Strickleiter an der Schiffswand zum Besteigen des Schiffes.
Farben
Nationalflagge des Schiffes
Fender
Schiffsvorrichtung am Schiffskörper, um Beschädigungen, vor allem an der Kaimauer oder beim Berühren anderer Schiffe, zu vermeiden. Fender sind oft alte Autoreifen oder Kunststoffbälle.
Festmacher
Hafenarbeiter, mit der Aufgabe, die Schiffe am Kai zu befestigen. Sie bringen die Trosse an den Pollern an. In grösseren Häfen gibt es auch Festmacher-Boote.
Feuerschiff
Früher bemannte Schiffe, fest vor Anker liegend, versehen mit Signaleinrichtungen für die Schiffahrt. Heute werden Feuerschiffe durch automatisch arbeitende Lichtquellen (Funkfeuer) ersetzt.
Flagge
Schiffe tragen fast immer Flaggen:
-
Nationalflagge (am Heck)
-
Flagge des Gastlandes (am ersten Mast)
-
Reederei-Flagge (am Grossmast)
-
Signalflaggen (auf besonderen Signalleinen. Für jeden Buchstaben und für die Zahlen 1-9 gibt es Signalflaggen. Bestimmte Begriffe haben international festgelegte Einflaggsignale. Durch den technischen Fortschritt haben die Signalflaggen inzwischen ihre Bedeutung verloren).
Flaggenstock
Fahnenmast am Heck des Schiffes
Flaggenwechsel
Bei der Übernahme des Schiffes von einem Eigner zum anderen erfolgt der Flaggenwechsel. Feierlicher Vorgang ist der Flaggenwechsel bei der Übergabe von der Werft an die Reederei.
Flaggschiff
Das Flaggschiff einer Reederei ist das wichtigste, zumeist auch grösste und neueste Schiff.
Flut
Gezeiten mit hohem Wasserstand.
Forschungsschiff
Spezialschiffe für die wissenschaftliche Untersuchung der Meere. Inzwischen gibt es Möglichkeiten, das Kreuzfahrtpassagiere auf Forschungsschiffen mitreisen können.
Fregatte
Wendige, schlanke und schnelle Segelschiffe waren früher Fregatten. Auch in der heutigen Marine sind Fregatten kleinere Schiffseinheiten, die als Aufklärer und zum Schutz anderer Schiffe eingesetzt werden können.
Freifall-Rettungsboot
Das moderne, geschlossene Rettungsboot ist auf einer schrägen Fläche über der Reeling befestigt. Nach Lösen der Sicherungen gleitet das Boot ins Meer. Vorteile: Die Rettung erfolgt viel schneller als bei herkömmlichen Rettungsbooten. Verwendet werden diese Boote nur bei wenig personalintensiven Wasserfahrzeugen, z. B. Containerschiffen, Yachten oder Tankern.
Freihafen
Ein bestimmter Teil des Hafengeländes, der als Zollausland erklärt wird. Das Betreten und Verlassen erfolgt über eine Zollschranke. Freihäfen fördern den Seehandel, da Schiffe gelöscht werden können, ohne die Ware verzollen zu müssen.
Frischwasser
Passagierschiffe müssen genügend Frischwasser in guter Qualität bereitstellen. Zu der Schiffsversorgung der Häfen gehört die Wasserlieferung. Grosse Kreuzfahrtschiffe verbrauchen täglich mehr als 1.000 Tonnen Frischwasser. Darüber hinaus verfügen die meisten Passagierschiffe über eine Frischwasseraufbereitungsanlage, die salzhaltiges Meerwasser geniessbar macht.
Fun-Cruiser
Übersetzt bedeutet Fun-Cruiser soviel wie Spass-Schiff. Derartige Schiffe richten sich an ein verhältnismässig junges Publikum (Durchschnittsalter ca. 30 Jahre). Fun-Cruiser sind besonders grosse Schiffe, die sich durch ein aussergewöhnliches Angebot an Sport- und Entertainment-Möglichkeiten auszeichnen.
Funk
Der Funkverkehr ermöglicht schnellen, drahtlosen Informationsausstausch zwischen den Schiffen und dem Festland. Füher erfolgte der Kontakt durch Weitergabe der Morsezeichen. Mit Hilfe der Satelitten können heute Nachrichten einwandfrei von den Schiffen per Funktelefon bzw. Fax weitergegeben werden.
Fuss
Altes angelsächsisches Längenmass, in der Schifffahrt immer noch gebräuchlich. 1 Fuss = 12 Inches = 30,48 cm.
G
Galionsfigur
Kunstvoll verzierte Figur am Bug des Schiffes. Meistens stellt sie eine Frau dar. Sie war früher fester Bestandteil von grossen, repräsentativen Segelschiffen.
Galley
Schiffsküche
Gangspill
Vorrichtung zum Heben des Ankers.
Gangway
Treppe, Steg als Zugang zum Schiff.
Gezeiten
Die Bewegung des Meeres als Niedrigwasser (Ebbe) und Hochwasser (Flut) in einem knapp 6 1/2 stündigen Rhythmus. Ausgelöst wird die Tide (Ebbe und Flut) durch die Anziehungskraft des Mondes. Manchen Häfen können nur während der Flut befahren werden. Der Tidenkalender, herausgegeben vom Deutschen Hydrographischen Institut, gibt Auskunft über den genauen Wasserstand von Hoch- und Niedrigwasser.
Gieren
Vom Kurs abkommen.
Gräting
Stellen am Decksboden, die als Gitterrost gestaltet sind. Gräting ermöglicht, dass Wasser und andere Flüssigkeiten abfliessen und sich keine Pfützen an Deck bilden, vor allem auf der Brücke.
H
Hafen
Liege- und Umschlagplatz für Schiffe am Meer, an seen und Flüssen. Zu den grössten Seehäfen gehören Rotterdam, Singapur, Kobe, Shanghai, Chiba, Nagoya, Yokohama, Hongkong und Antwerpen.
Hafenanlagen
Moderne Häfen haben umfassende technische Anlagen und geschultes Personal, damit die Schiffe schnell und damit kostengünstig gelöscht werden können. Für Passagierschiffe gehören auch eine komfortable Ausstattung, vielfältige Service-Leistungen und eine zeitgemässe Infrastruktur dazu.
Hafengebühren
Liegt ein Schiff an der Pier in einem Hafen, kostet das Geld. Die Hafengebühren umfassen nicht nur die Platzmiete an der Pier, sondern auch eine Reihe von Leistungen, die der Hafen erbringt, vom Lotsendienst bis zum Frischwasser. Die Gebühren sind von Hafen zu Hafen unterschiedlich. Die Höhe wird natürlich auch durch die Grösse des Schiffes (BRT) und die Zeitdauer des Aufenthaltes mitbestimmt.
Hafenkapitän
Chef der Hafenverwaltung. Regelt den Verkehr im Hafenbereich, übt Kontrolle aus, da er auch für die Sicherheit im Hafengebiet verantwortlich ist. Kleine Häfen haben einen Hafenmeister.
Haff
Durch Ablagerungen wie Inseln oder Nehrungen vom Meer abgetrennte Bucht, auch Lagune genannt.
Havarie
Durch Unfall oder schweren Seegang erfolgte Beschädigung eines Schiffes.
Havarist
Das beschädigte Schiff.
Heimathafen
Der Ort, wo das Schiff registriert ist. Zu ersehen ist er meist unter dem Schiffsnamen am Heck.
Helling
Die schräge Ebene einer Werft, die dazu dient, die Schiffe beim Stapellauf zum Wasser gleiten zu lassen.
Heuer
Die Bezahlung der Seeleute.
Hieven
Seemännischer Begriff, um etwas in die Höhe zu heben, z. B. mit dem Kran die Last hieven.
Hissen
Etwas hochziehen, wird oft in Verbindung mit der Flagge gebraucht; sie wird gehisst.
Hochfrequenz-Radio
Funkanlage für den Kontakt zu Schiffen, Lotsen, usw.
Hoheitsgebiet
Das erweiterte Staatsgebiet eines Küstenstaates auf See. Ursprünglich glat die Dreimilenzone. Einige Staaten haben aber ihr Hoheitsgebiet erweitert. meist aus wirtschaftlichen Gründen (z. B. Fischfang, Bodenschätze, usw.). Eine internationale Seerechtskonvention regelt seit 1982 die Ausdehnung der Hohheitszone auf 12 Milen. 1994 hat Deutschland diese Konvention unterzeichnet. Innerhalb des Hoheitsgbietes gelten die Gesetze des betreffenden Landes, ausserhalb werden die internationalen Vereinbarungen gültig.
I
IB
Abkürzung vor dem Schiffsnamen und bedeutet Eisbrecher.
Inside-Passage
Als Inside-Passage wird das Passieren der Königin-Charlotte-Strasse bezeichnet. Diese befindet sich zwischen der Vancouver-Insel und dem kanadischen Festland im Westen von Kanada.
J
Jakobsleiter
Eine Leiter aus Seilen und Holzstufen, die an der Schiffswand heruntergelassen wird, um Personen das Betreten des Schiffes während der Fahrt zu ermöglichen. Mit Hilfe der Jakobsleiter betreten und verlassen die Lotsen die fahrenden Schiffe.
Jungfernfahrt
Als Jungfernfahrt wird die erste Reise mit Passagieren nach der Fertigstellung eines Schiffes bezeichnet.
K
Kabellänge
Längenmass (100 Faden = 182,8 Meter)
Kabinen
Kabinen eines Schiffes sind gleichbedeutend mit Hotelzimmern an Land. Sie unterscheiden sich in Grösse, Lage und Anzahl der Betten. Zudem unterteilt man die Kabinen in Innenkabinen und Aussenkabinen, wobei die Aussenkabinen teuerer sind.
Kai
Dock, Pier, Anlegestelle
Kajüte
Wohn- und Schlafraum eines Schiffes oder einer Yacht. Anderes Wort für Kabine.
Kanal
Wasserstrassen, künstlich oder natürlich entstanden, in vielen Fällen von der Schifffahrt benutzt. Künstlich enstandene Kanäle verbinden Gebiete, die sonst nur mit beträchtlichen Umfahrungen zu erreichen sind (z. B. Suez-Kanal oder der Panama-Kanal). Meerengen, natürlich entstanden, werden oft auch Kanal genannt, wie z. B. der Ärmel-Kanal.
Kapitän
Oberster Chef des Schiffes. Der Kapitän hat die oberste Befehlsgewalt, er trifft die wichtigsten Entscheidungen und trägt damit die volle Verantwortung auf dem Schiff. Seine Anweisungen müssen nicht nur von der Mannschaft, sondern auch von den Passagieren befolgt werden.
Kapitänstisch
Der Kapitän speist abendlich im Restaurant mit den Passagieren. Regelmässig lädt er Gäste zu seinem Tisch zum gemeinsamen Dinner ein. Es ist eine Auszeichnung für viele Passagiere am Kapitänstisch dinieren zu dürfen.
Katamaran
Ein besonderer Schiffstyp mit doppeltem Rumpf. Er zeichnet sich durch die hohe Geschwindigkeit und Kenterstabilität aus. Katamarane werden als Segel- und Motor- schiffe, aber auch in der Personenschiffahrt als Fährschiffe eingesetzt.
Kentern
Das seitliche Umkippen eines Wasserfahrzeuges.
Kenterpunkt
Der Zeitpunkt des Wechsels eines Gezeitenstroms von einer Hauptrichtung in die andere.
Kentersicher
Kentersicher sind Schiffe und Boote, die, durch äussere Einwirkung auf das Wasser gedrückt (z. B. Sturm), sich selbst wieder aufrichten.
Kiel
Als Kiel wird der von vorn bis hinten durchgehende Bauteil eines Schiffes bezeichnet.
Kiellegung
Der Beginn eines Schiffneubaus in der Werft.
Kielwasser
Wasserspur eines fahrenden Schiffes.
Kimm
Die ferne Linie auf See, die Wasser und Himmel miteinander verbindet.
Klarieren
Die Formalitäten, die beim Ein- und Auslaufen eines Schiffes zu erledigen sind (z. B. Zoll, Einreise, Gesundheit). Auch als Ein- und Ausklarieren bezeichnet.
Klarsichtschirm
Rotierende Scheiben anstelle von Scheibenwischern.
Klassifikation
Jedes Schiff unterliegt der Klassifikation. Diese erfolgt schon in der Bauphase und während der Ausrüstung. Die Klassifikation schliesst auch regelmässige Kontrollen ein sowie Sonderuntersuchungen zu bestimmten Teilbereichen der Schiffsfunktion. Die Klassifikation ist eine Art Garantie für die Seetüchtigkeit und Leistungen, die das Schiff erbringen soll.
Klassifikationsgesellschaften
Die Klassifikation wird durch Klassifikationsgesellschaften durchgeführt. Sie stellen das Klassifikationszertifikat für die Schiffe aus. Sie arbeiten meists auf privatwirt-schaftlicher Grundlage. Ihre Mitarbeiter sind Schiffssachverständige, die in allen grösseren Häfen der Welt tätig sind. Jede Gesellschaft kann jedes Schiff klassifizieren. In Deutschland ist der Germanische Lloyd tätig, der auch Schiffe anderer Nationen betreut. Andere bekannte Gesellschaften sind das "American Bureau of Shipping" (USA) oder die älteste, "Lloyds Register" (Grossbritanien).
Knoten
Knoten ist die Einheit, in der die Schiffsgeschwindigkeit angegeben wird. Ein Knoten entspricht einer Seemeile (1 Seemile = 1.852 Meter).
Koje
Schlafstelle im Schiff
Kombüse
Schiffsküche
Kommandobrücke
Als Brücke wird der querschiffs aufgebaute Decksaufbau bezeichnet. Von der Brücke, die sich bei Passagierschiffen immer vorne befindet, wird das Schiff aus gesteuert. Die Brücke besteht aus dem überdachten Teil (Ruderhaus) und zwei nicht überdachten, am Rande der Brücke (links und rechts davon). Bei neueren Schiffen sind die Brücken zumeist vollständig überdacht.
Krähennest
Als "Krähennest" wird der Ausguck hoch über der Brücke bezeichnet.
Kreuzfahrtendirektor
Chef für die Unterhaltung, Sport, Freizeit sowie die Landgänge. Er ist auch für die Unterbringung der Passagiere zuständig. Der Kreuzfahrtdirektor pflegt intensiv den Kontakt mit den Gästen, er ist der wichtigste "Verkaufsförderer" an Bord.
Kurs
Das Fahrtziel eines Schiffes.
Kursschreiber
Gerät für die Aufzeichnung aller Kursänderungen.
L
Landausflüge
Landgänge sind Ausflüge an Land. Sie bilden die Höhepunkte einer Kreuzfahrt.
Lee
Dem Wind abgewandte Seite.
Leuchtturm
Weithin sichtbares Bauwerk mit Leuchtfeuer an der Spitze. Dient als Schiffsfahrts-zeichen der Navigation. Leuchttürme können an der Küste oder im Wasser aufgestellt werden. Ihr Licht wird durch mehrfache Bündelung verstärkt. Bekanntester Leuchtturm war der "Pharos von Alexandria". Er war einer der sieben Weltwunder der Antike.
Life Rest
Rettungsinsel für den Notfall. Auf Wasser bläst sie sich selber auf und kann etwa 15 Personen Platz bieten. Die Life Rest ist bestückt mit den notwendigen Gegenständen zum Überleben wie Wasser, Lebensmittel, Leuchtraketen, usw.
Life Vest
Schwimmwesten für den Notfall. Passagiere finden sie in ihrer Kabine im Schrank oder unter der Koje. Die Gebrauchsanweisung ist meistens an der Kabinenwand oder Kabinentür angebracht, wird aber auch im Zuge der Sicherheitsübung erklärt. Bei der Übung muss der Passagier die Life-Vest probeweise anlegen.
Löschen
Die Entladung eines Schiffes.
Lloyd's
Vereinigung von privaten Einzelversicherern u. a. mit dem Geschäftsbereich Seever- sicherungen. Sie hat Vertretungen in allen grösseren Häfen der Welt.
Lloyd's Register
Ein Verzeichnis aller Schiffe, Reedereien, Werften, usw. geführt seit 1760.
Log
Nautisches Gerät zur Messung der Fahrtgeschwindigkeit eines Schiffes.
Logbuch
Das Tagebuch eines Schiffes, geführt vom Kapitän oder in seinem Auftrag. Das Logbuch muss alle Ereignisse auf See oder in Häfen bzw. auf Reede aufnehmen.
Lot
Nautisches Gerät zur Messung der Wassertiefe. Eine lange Leine mit Tiefenskala und einer Einrichtung, die Bodenproben aus der Meerestiefe holen kann.
Lotse
Ein sachkundiger Berater des Kapitäns für das Befahren schwieriger Gewässer. Wir kennen See-, Fluss-, Kanal- und Hafenlotsen. Auf bestimmten Gewässern gibt es Lotsenpflicht, anderswo fordert der Kapitän nach eigener Entscheidung den Lotsen an. Die Tätigkeit des Lotsen entbindet den Kapitän nicht von seiner Verantwortung bezüglich der Schiffsführung.
Lounge
Grösserer Salon oder Gesellschaftsraum auf Kreuzfahrtschiffen.
Luk
Öffnung der Schiffswand, die als Ein- und Ausstieg dient.
Luv
Dem Wind zugewandte Seite.
M
Manifest
Verzeichnis über Passagiere, Mannschaft und Ladung.
Marina
Häufige Bezeichnung für Häfen, die Yachten und anderer Freizeitwasserfahrzeuge aufnehmen. Marinas bieten umfangreiche Service-Leistungen wie Hotels, Restaurants, technische und medizinische Hilfen, usw.
Maschinentelegraph
Befehlsübermittlung von der Brücke an den Maschinenraum.
Mast
Hochragende Elemente des Schiffes, früher als Befestigung von Segeln, heute für Flaggen und Antennen benutzt.
Master
Kapitän
Mega-Cruiser
Als Mega-Cruiser werden Kreuzfahrtenschiffe ab einer Grösse von 70.000 BRT bezeichnet. In der Luxus-Klasse der Kreuzfahrtenschiffe zählen aber auch schon Einheiten ab 45.000 BRT zu den Mega-Cruisern.
Messe
Essraum auf den Schiffen für die Crew. Die Offiziersmesse ist der Essraum für die Offiziere. Auf Frachtschiffreisen mit Passagieren auch für diese.
MFS
Motorfluss-Schiff
Mitschiffs
Zentrale Zone zwischen Bug und Heck.
Mole
Mauer oder Damm zum Schutz für Hafeneinfahrten. Viele Molen sind begehbar und bieten ein eindrucksvolles Bild von ein- und ausfahrenden Schiffen.
Moses
Der jüngste Seemann an Bord.
MS
Motorschiff
MTS
Motorturbinenschiff. Der Motor ist eine Kombination aus Motor und Turbine.
Musikdampfer
Altmodische und ironische Bezeichnung für grössere Passagierschiffe.
Musterstation
Die Stelle, wo der Passagier sein für den Notfall bestimmtes Rettungsboot findet.
MYS
Abkürzung vor dem Schiffsnamen und bedeutet Grossegler mit Maschine als Hauptantrieb.
N
Nautik
Die Wissenschaft der Schiffahrt und Navigation.
Nebelhorn
Ein Schallsignal bei eintretendem Nebel. Alle zwei Minuten ertönt ein langer Ton von einem Schiff in Fahrt.
Niedergang
Treppe im Inneren des Schiffes.
Nordwest-Passage
Als Nordwest-Passage wird der kurze, aber gefährliche Seeweg von Europa nach China bezeichnet. Die Nordwest-Passage verläuft nördlich von Kanada von der Baffin-Bay bis zur Beaufort-See. Erst 1906 gelang es dem Norweger Roald Admundsen mit seiner Göja die Nordwest-Passage erstmalig zu befahren, nachdem schon 140 Schiffe daran gescheitert waren. Von Kreuzfahrtschiffen wurde die Passage bislang wenig befahren, so 1984 von der Lindblad Explorer, 1985 von der World Discoverer, 1988 von der Society Explorer (ehemals Lindblad Explorer), 1992 von der Bremen, 1994 von der Hanseatic.
NRT
Die NRT, die für das Wort Nettoregistertonne steht, umfasst den für dei Beladung nutzbaren Raum. Bei Passagierschiffen umschreibt die NRT den Raum, der den Passagieren zur Verfügung steht.
O
Offiziere
Die Offiziere sind Leiter verschiedener Abteilungen des Schiffes. Der 1. Offizier ist auch der erste Stellvertreter des Kapitäns. Die Offiziere haben auch die Aufgabe, mit den Gästen an Bord gesellschaftliche Kontakte zu pflegen.
P
Pantry
Anrichte auf Kreuzfahrtschiffen, meistens für kalte Speisen genutzt.
Pass Space Ratio
Der Pass Space Ratio gibt den Platz an, der jedem Passagier durchschnittlich zur Verfügung steht. Dazu dividiert man die BRT des Schiffes durch die Anzahl der Passagiere. Ein Bespiel: Ein 10.000 BRT-Schiff, das 200 Passagiere aufnehmen kann, hat einen Pass Space Ratio von 50. Ein hervorragender Wert.
Peilruderanzeige
Anzeige für die Ruderstellung in Grad.
Peilung
Richtung eines Zieles/Objektes in Grad.
Pier
Anlegestelle, Dock, Kai
Plimsoll-Markierung
Marke an der Bordwand für Maximalladung.
Polartaufe
Passagiere, die eine Nordland-Reise unternehmen, erhalten bei Überquerungdes Polarkreises die Polartaufe. Diese beruht auf einer uralten Tradition zu Ehren der Götter Ägir und Ran. Die Teilnahme an der Taufzeremonie ist freiwillig.
Poller
Sie sind vorgesehen für das Festhalten von Schiffen am Kai. Poller befinden sich auch auf Schiffen. Sie dienen der Befestigung von Tauen.
Position
Auf Kreuzfahrtschiffen wird täglich die Position des Schiffes durchgegeben. Das beinhaltet die Information über die geographische Lage und Breite, auf der sich das Schiff befindet.
Positionslichter
Sind auf dem Schiffskörper angebrachte Lampen, die nachts die Position und die Fahrtrichtung des Schiffes angeben. Dei Positionslichter sind rot (backbord, links in Fahrtrichtung) und grün (steuerbord, rechts in Fahrtrichtung), weiss (Heck) sowie ein oder mehrere Lichter am Topp, also an den Spitzen der Masten.
Präfix
Die Antriebsbezeichnung des Schiffes als Abkürzung vor dem Schiffsnamen, z. B. TS oder MS.
Purser
Chef für Finanzen, Infrastruktur, Crew, Behörden. Er ist auch verantwortlich für Post, Telefon, Telefax, E-Mail, für die Hausdruckerei. Er sorgt dafür, dass in jedem Hafen ein Geldwechsler an Bord kommt und das die Zollangelegenheiten und Einreiseformalitäten erledigt werden. Natürlich gehört auch die Bezahlung der Crew und der Künstler zu seinen Aufgaben.
R
Radar
Ortungsgerät auf Schiffen, welches Gefahren signalisiert und dadurch die Sicherheit der Schiffahrt erheblich steigert. Hindernisse über Wasser, wie Eisberge oder andere Schiffe, können auf dem Radarschirm erfasst werden. Probleme bereiten kleinere Hindernisse oder solche unter Wasser sowie die Situation bei schwerem Seegang und Sturm. Alle Schiffe von mehr als 999 BRT müssen mindestens eine Radaranlage an Bord haben.
Radiopeilgerät
Gerät zur Bestimmung der eigenen Position
Rangabzeichen
Der Kapitän und die Seeoffiziere der deutschen Handelsschiffahrt tragen Rangabzeichen. Dies ist auch international üblich.
Reede
"Auf Reede liegen" bedeutet, dass das Schiff nicht direkt im Hafen am Pier festmacht. Es liegt dann auf "Reede". Die Passagiere werden dann mit Tenderbooten zum Hafenpier gebracht.
Reeder
Die Person oder Einrichtung (Reederei), die die navigatorische Abwicklung des Schiffes betreibt. In vielen Fällen ist der Reeder zugleich auch der Eigner des Schiffes.
Reinschiff machen
Die gründliche Reinigung des Schiffes.
Reiseleitung
Oberbegriff für Serviceleistende auf Kreuzfahrtschiffen, die speziell für das Wohlbefinden der Passagiere zuständig sind. Geleitet wird die Gruppe vom Kreuzfahrten-Direktor. Auf ausländischen Schiffen befindet sich oftmals eine deutschsprachige Reiseleitung an Bord, wenn eine grössere deutsche Gästegruppe anwesend ist.
Reling
Das Geländer am Schiffsdeck. Sie schützt die Reisenden vor dem Überbordfallen. An der Reling stehen, dabei vorbeiziehende Landschaft oder das weite Meer zu betrachten, ist ein Erlebnis für Kreuzfahrer.
Repeater
Wiederholer. Der Gast, der schon einmal Passagier des Schiffes war. Ihm werden in der Regel kleine Aufmerksamkeiten entgegengebracht.
Rettungsboot
Es dient der Rettung von Passagieren und Crew bei Seenot. Für alle Mitfahrenden muss ein Platz im Rettungsboot gesichert sein. Rettungsboote müssen einen funktionstüchtigen Maschinenantrieb, Proviant sowie Leuchtraketen an Bord haben.
Rettungsring
Unsinkbarer Reifen in grellen Farben, der dazu bestimmt ist, über Bord gefallene Personen vor dem Ertrinken zu bewahren.
RMS
RMS steht für "Royal Mail Ship", also königliches Postschiff. Die RMS Queen Elizabeth II. durfte diesen Titel tragen, und nun hat die Queen Mary II. diesen Titel.
Rollen
Schaukeln des Schiffes um seine Längsachse in schwerer See.
Ruder
Steuerung des Schiffes
Ruderhaus
Das Ruderhaus ist der überdachte Teil der Kommandobrücke.
Rückströmung
Wasserbewegung durch die Schraube beim Rückwärtsfahren.
Rumpf
Schiffskörper ohne Aufbauten.
S
Sailing Time
Liegt ein Schiff im Hafen, wird an der Gangway auf einer Tafel die Abfahrtszeit angegeben.
Schauermann/-leute
Hafenarbeiter, die mit dem Laden und Löschen von Schiffen beschäftigt sind.
Schiffsagentur
Einrichtungen in Hafenstädten, die für die anlaufenden Schiffe verschiedene Leistungen erbringen. Bei Kreuzfahrtenschiffen z. B. Vorbereitung der Ausflüge, Passagiere können sich in Notsituationen am Festland an die Schiffsagenturen wenden. Die Anschrift ist aus dem Ausflugsprogramm oder den Reiseunterlagen ersichtlich.
Schiffsnamen
Eigner und Reedereien suchen oft Namen für die Schiffe, die Symbolwert haben. Städte, Länder, berühmte Persönlichkeiten, Tiere, Traditionsnamen der Geschichte, Phantasienamen für Grösse und Schönheit sind geeignete Quellen für die Namensgebung. Unabhängig vom Namen sind Schiffe immer weiblich, z. B. die "Europa", die "Maxim Gorki", usw.
Schiffstaufe
Vor dem Stapellauf erfolgt die feierliche Schiffstaufe. Sie wird meistens von einer Frau als Taufpatin durchgeführt. Die Reedereien bemühen sich möglichst bekannte prominente Persönlichkeiten als Schiffspaten zu gewinnen.
Schlagseite
Seitliches Schaukeln
Schornstein
Das Symbol der Grösse und Bedeutung früherer Dampfschiffe. Bei Neubauten verschwinden sie immer mehr und mehr, da sich ihre Funktion erübrigt hat.
Schornsteinmarke
Auf dem Schornstein befindliche Farbe und Symbol der Reederei. Wie ein Binde umringt diesen den Schornstein.
Schotten
Jedes Schiff ist in mehr oder weniger wasserdichte Abteilungen (sog. Schotten) aufgeteilt. Im Fall eines Wassereinbruchs sollen die Schotten die Wassermassen eindämmen und so das Schiff vor dem Untergang bewahren.
Schraube
Propeller für den Antrieb
Schwesterschiff
Schwesterschiffe sind baugleiche Schiffe. Sie haben für die Reederei den Vorteil, dass sie günstiger sind, denn die Entwicklungskosten fallen nur einmal an.
Schwimmdock
Ein Schwimmdock ist ein hohlwandiger Schwimmkörper. Der Boden und die Seitentanks werden geflutet, so dass das Dock absinkt. Das Schiff schwimmt ein. Dann werden die Tanks leergepumpt. Somit hebt sich ds Dock unter das Schiff.
Schwoien
Die Drehung des Schiffes um die eigene Achse, wenn es vor Anker liegt.
Seegang
Als Seegang wird die durch den Wind verursachte Bewegung des Wassers bezeichnet. Diese Bewegungen werden in Stufen unterteilt, und zwar wie folgt:
Stufe 0
spiegelglatte See
Stufe 1
ruhige See (kleinste Kräuselwellen)
Stufe 2
schwach bewegte See (Kämme beginnen zu brechen, vereinzelte weisse Schaumköpfe
Stufe 3
leicht bewegte See (weisse Schaumköpfe treten häufiger auf, jedoch nur kleine Wellen)
Stufe 4
mässig bewegte See (mässige Wellen und überall weisse Schaumkämme)
Stufe 5
stärkerer Seegang (bereits grosse Wellen, deren Kämme brechen und Schaumflächen hinterlassen)
Stufe 6
starker Seegang (Wellen türmen sich; weisser Schaum bildet Streifen in Windrichtung)
Stufe 7
hoher Seegang (hohe Wellenberge mit dichten Schaumstreifen; See beginnt zu rollen)
Stufe 8
sehr hoher Seegang (sehr hohe Wellenberge; lange überbrechende Kämme; Gischt beeinträchtigt die Sicht)
Stufe 9
schwerer Seegang (Schaum und Gischt erfüllen die Luft; absolut weisse See; keine Fernsicht mehr)
Seekarten
Karten für die Navigation
Seeklar
Das Schiff ist bereit zum Auslaufen
Seelenverkäufer
Ein Schiff, das eigentlich abgewrackt werden sollte, nicht seetüchtig ist, aber trotzdem auf See eingesetzt wird.
Seemannsmission
Humanitäre Einrichtung mit der Aufgabe der Betreuung von Seeleuten und ihren Familien. Die Seemannsmission ist eine kirchliche Einrichtung und in allen wichtigen Häfen vertreten. Seeleute können dort übernachten, essen, medizinische Hilfe erhalten u. a.
Seemeile
Eine Seemeile ist ein nautisches Längenmass. Eine Seemeile entspricht 1.852 m.
Seenot
Seenot liegt vor, wenn ein Schiff in so hohem Grad havariert ist, dass die Besatzung nicht mehr in der Lage ist, aus eigener Kraft Hilfe zu leisten. Schiff in Seenot heisst, es braucht dringend Hilfe von aussen.
Seerecht
Für das Seewesen und die Schiffahrt geltende Rechtsnormen. Sie gliedern sich in Privatrecht und öffentliches Recht. Letzteres setzt sich aus staatlichen und völkerrechtlichen Rechtsnormen zusammen.
Sextant
Gerät für die Standortbestimmung.
Shuffleboard
Schiffstypisches Bordspiel. Holzscheiben werden mittels Schieberstäben auf markierten Feldern hin und her geschoben.
SOS und CQD
SOS ist das heute international gebräuchlichste Notrufzeichen. Es ist die Abkürzung von "Save our Souls" (Rettet unsere Seelen). Auch der Hilferuf "Mayday" ist noch gebräuchlich. "Mayday" kommt aus dem Französischen von "m'aidez" (Helft mir), wurde dann aber anglomerisiert. CQD ist das veraltete Notrufzeichen, welches bis ca. 1912 im Gebrauch war. Es ist die Abkürzung von "Come quick danger" (Komm schnell, Gefahr).
Stabilisator
Einrichtung, die das Schwanken verhindert.
Staff
Mitarbeiter des Schiffes.
Staff-Captain
Stellvertreter des Kapitäns.
Stampfen
Schaukeln in Längsrichtung.
Stapellauf
Als Stapellauf wird das Wassern eines Schiffes bezeichnet.
Steuerbord
Die rechte Seite des Schiffes in Fahrtrichtung.
Steward/Stewardess
Service-Personal in den Bereichen Restaurant und Kabinen.
Strandgut
Gegenstände, die nach Ende der Flug im Watt liegen bleiben. Strandgut wurde früher als herrenloses Gut betrachtet. Heute muss es, wie jeder wertvolle Fund, amtlich sichergestellt werden.
STS
Abkürzung vor dem Schiffsnamen und bedeutet Segelschulschiff.
Süll
Die erhöhte Schwelle an den Schiffstüren. Sie soll das Eindringen von Wasser in die benachbarten Räume verhindern.
Suiten
Suiten sind grösser und geräumiger wie die normalen Kabinen. Sie verfügen oftmals über einen separaten Wohnraum, Wannenbad und zunehmend auch über einen eigenen Balkon. die Suiten befinden sich immer auf den oberen Decks, während die preisgünstigen Kabinen auf den unteren Decks liegen.
SY
Abkürzung vor dem Schiffsnamen und bedeutet Segelschiff.
T
Takelage
Segel eines Schiffs
Tender
Als Tender werden die überdachten und zu vorderst mitgeführten Rettungsboote bezeichnet. Sie werden zumeist eingesetzt, wenn das das Schiff auf Reede legt, also nicht am Kai vertäut ist.
Tide
Gezeiten
Tiefenmesser
Einrichtung für die Ermittlung der Wassertiefe.
Tiefgang
Mass von der Wasseroberfläche zum tiefsten Punkt.
Tip
Trinkgeld für Serviceleistungen auf Kreuzfahrtenschiffen.
Tischsitzung
Auf Kreuzfahrten-Schiffen wird oftmals in zwei Tischsitzungen gegessen, d. h., dass jeder Platz eines Tisches für zwei Personen reserviert ist. Die erste Sitzung beginnt meistens um 18.00 Uhr und endet um 20.30 Uhr, während die zweite Sitzung von 20.30 Uhr bis 23.00 Uhr geht.
Törn
Seereise mit einem Segelschiff.
Tonnage
Die Angabe über die Grösse eines Schiffes. Die frühere BRT (Bruttoregistertonne) gilt seit 1994 offiziell nicht mehr. Die neue Vermessungsgrundlange ist BRZ (Bruttoraumzahl). Die BRT ist jedoch weiterhin gebräuchlich.
Topp
Mastspitze
Trockendock
Ein Trockendock ist ein fest eingebautes, durch Docktore verschliessbares Becken. Bei geöffneten Toren schwimmt das einzudockende Schiff ein. Die Docktore werden geschlossen und das Dock leergepumpt. Nun liegt das Schiff trocken und kann am Unterboden repariert und renoviert werden.
Trosse
Besonders starkes Tauwerk zum Festmachen von Schiffen am Pier oder zum Schleppen.
TS
TS steht für Turbinenschiff. Insbesondere ältere Schiffe sind Turbinenschiffe. Sie sind schneller als Motorschiffe, verbrauchen aber auch wesentlich mehr Treibstoff. In der heutigen Zeit sind diese unretabel, deswegen werden keine neuen Turbinenschiffe mehr gebaut.
Typhon
Signalhorn des Schiffes, auch Presslufthorn genannt.
U
Untiefe
Flache Wasserstelle
V
Vibrationen
Ärgerliche Erscheinung auf manchen Kreuzfahrtschiffen. Sie beeinträchtigen das Niveau und den Komfort einer Kreuzfahrt. Konstrukteuren ist es heute weitgehend gelungen, die Vibrationen zu vermeiden.
Volldecker
Schiff, bei dem die Decks - oder mindestens das oberste Deck - durchlaufend sind, also ohne Höhenunterschiede wie z. B. Treppen. Beliebt auf Kreuzfahrtenschiffen, vor allem bei Jogging-Fans.
Voraus
Vor dem Schiff.
Vorsteven
Vorderster Teil des Schiffes.
W
Wache
Dienstzeit, meist 4 Stunden Dienst, 8 Stunden frei.
Wasserlinie
Höhe der Wasserfläche am Schiffsrumpf.
Watt
Dem Festland vorgelagerter Meeresboden, der von der Flut überspült wird und bei Ebbe freigelegt ist.
Windstärke-Skala
Wir durch die Beaufort-Skala festgelegt, und zwar wie folgt:
Stufe 0
Windstille, nautische Stille
Stufe 1
leiser Zug
Stufe 2
leichte oder flaue Brise
Stufe 3
schwache Brise oder schwacher Wind
Stufe 4
mässige Brise oder mässiger Wind
Stufe 5
frische Brise oder frischer Wind
Stufe 6
steife Brise oder starker Wind
Stufe 7
steifer Wind
Stufe 8
stürmischer Wind
Stufe 9
Sturm
Stufe 10
schwerer oder starker Sturm
Stufe 11
orkanartiger Sturm
Stufe 12
Orkan
Wrack
Schiffsruine, zerstörtes Schiff, Schiffsteile. Im Meer liegende Wracks können eine Gefahr für die Schiffahrt bedeuten.
Y
Yacht
Luxusschiff, das ursprünglich nur dem privaten Vergnügen des Eigners diente. Yachten können mit Segel oder Motor angetrieben werden. Heute werden Yachten auch kommerziell eingesetzt und vermietet.
Z